Nach dem Fest ist …

… vor dem Fest. Aber was heißt das genau? Die Antwort darauf bekamen die Besucher des Adventskonzertes im Rodewischer Ratskellersaal am 10. Dezember 2017.

Am Nachmittag gegen 16:30 Uhr fanden sich mehr als 250 Konzertbesucher ein. Sie hatten den plötzlich einsetzenden Schneestürmen getrotzt, um sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest musikalisch einstimmen zu lassen. Chorsänger, Kinder und Instrumentalisten beschworen mit volkstümlichen, traditionellen und modernen Arrangements eine festliche und besinnliche Advents- und Weihnachtsstimmung herauf. In den Moderationsbeiträgen wurde insbesondere die Frage aufgeworfen: „Was ist nach dem Fest?“.

Gute Frage: Ja was bleibt von der vorweihnachtlichen Zeit und vom Fest der Freude und des Friedens übrig? Was wünschen wir uns? Was schenken wir unserem Nächsten?
Um das für uns herauszufinden müssen wir inne halten, unser Gleichgewicht (wieder)finden, durchatmen, entschleunigen. Denn wer zur Ruhe kommt, kann sich und sein Umfeld näher, detaillierter betrachten.

Was geben wir unserer Familie, unseren Freunden, Bekannten und Nachbarn? Süßes oder Herzhaftes? Billiges oder hochwertiges? Materielles oder ideelles? Gehaltvolle Worte oder Floskeln und Phrasen? Beschenken wir uns „nur“ zum Weihnachtsfest weil es so Tradition ist? Oder finden wir auch nach dem Fest Anlass und Gelegenheit anderen Gutes zu tun?

Ein Blick auf die Weihnachtsgeschichte hilft uns da weiter: Wir feiern das Fest der (Nächsten)Liebe. Jesus kam als Gottes Sohn auf die Erde. Er lag in einer Krippe im Stall – in ärmlichsten Verhältnissen. Ein Ausdruck dafür, dass es nicht nur auf materielle Werte ankommt. Jesus nahm sich der Menschen vorurteilsfrei an. In der Bibel steht geschrieben, dass Gott in jedem Menschen lebt, der liebt. Diese Liebe sollte deshalb auch jedem Menschen durch uns zuteilwerden – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Besitz. Das ist die nie veraltende Botschaft einer mehr als 2000-jährigen Geschichte.

Die Rodewischer Konzertbesucher wurden aufgerufen ihre Möglichkeiten zu nutzen und Mitmenschlichkeit nicht nur während der Festtage sondern auch in der Zeit danach zu üben. Nehmen wir diesen Ratschlag an und machen wir es ebenso: Manchmal reicht schon ein nettes Wort, ein Lächeln, eine Geste, eine hilfreiche Hand ...