Gott sei Dank - GEMEINSAM

Als die Mitglieder der Gemeinde Auerbach am 7. Oktober 2012 das Gemeindezentrum betraten und ihr Blick auf den reichlich mit Sonnenblumen, Getreide, vielfältigen Gemüsesorten sowie Früchten aller Art geschmückten Altar fiel, wussten sie: Hier findet heute etwas Besonderes statt! So war es auch: Bezirksevangelist Hans Sammler hielt den Gottesdienst zum Erntedankfest in der Gemeinde!

Die Predigt stand unter dem Bibelwort 1. Mose 1, 11:

„Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Samen ist. Und so geschah es.“


Einige Kerngedanken aus dem Dienen von Bezirksevangelist Hans Sammler

Auch im Jahr 2012 ist trotz mancher Wetterunbilden genug zu Essen für alle gewachsen. Leider gelingt es der Menschheit nicht, alles gerecht zu verteilen. Allein von dem, was in unseren Breiten weggeworfen wird, könnten sich alle Menschen ernähren und keiner müsste Hunger leiden. Wir wollen dankbar sein, dass wir Hunger nicht wirklich kennen.

Gott hat vieles unmittelbar geschaffen. Er hat aber auch der Erde eine bestimmte Aufgabe übertragen, hat die Urkraft in die Erde gelegt, dass „Gras und Kraut aufgehen“ kann. Dafür muss der Landmann aber die Voraussetzungen schaffen, indem er das Saatgut in die Erde bringt. Er geht danach nicht jeden Tag aufs Feld und begutachtet den Wachstumsstand. Doch kurz vor der Ernte nimmt er aber die Kornähren fest in die Hand und prüft den Reifegrad.

In Bezug auf unser eigenes Leben heißt das: Der liebe Gott hat uns seinen Heiligen Geist gegeben, hat also etwas in uns hinein gesät. Wir haben alle Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum erhalten. Bei unserem Gang durchs Leben keimt in uns aber manchmal der Gedanke, dass uns der liebe Gott allein lässt. Dem ist nicht so! Wir erhalten Nahrung durch sein Wort in der Predigt, sodass unsere Glaubenswurzeln im göttlichen Ackerwerk tief und fest verankert sind. Von Zeit zu Zeit werden wir vom lieben Gott anscheinend hart angefasst und durchgerüttelt. Dafür fehlt uns häufig das Verständnis.

Die Reifezeit ist bei jeder Seele unterschiedlich. Die Ernte erfolgt erst, wenn wir vollkommen reif sind. Der Reifezustand der Seele lässt sich z. B. daran messen, wie fest wir zusammengewachsen sind, ob wir im Mit- und Füreinander stark sind. Wir sollten darauf achten, dass sich an unseren Glaubenswurzeln kein „Ungeziefer“ breit macht, und alles unter den Willen Gottes stellen.

Ernte im göttlichen Sinne bedeutet die Erfüllung der Verheißung Gottes, seinen Sohn zu senden und dessen Braut heimzuholen. Wir werden vom Glauben zum Schauen kommen; wir werden alle Dinge verstehen; es werden keine Fragen mehr offen bleiben.

Neben dem Chor bereicherten ein Trompetenstück und der Vortrag der Instrumentalgruppe den Gottesdienst auf besondere Weise.



Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ein starkes Mit- und Füreinander gleich mal praktiziert: Die Mitglieder der Gemeinde trafen sich zum ersten Mal zu einem Brunch. Mit viel Liebe hatten einige Glaubensschwestern mehrere leckere Kartoffelsalate zubereitet, von denen einer besser schmeckte als der andere. Natürlich durften dazu Bockwürste nicht fehlen. Obst, Gemüse, Speckfettbrote, Buttermilchkuchen und Quarktorte sowie diverse Getränke rundeten das reichhaltige Angebot ab. Alle stärkten sich und nutzten das Beisammensein, um Gedanken auszutauschen und eine schöne Gemeinschaft zu pflegen. Die Kinder trugen mit einem spontan vorgetragenen Kinderlied ebenfalls dazu bei, dass dieser Erntedanktag allen, die dabei waren, noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Text: SyDr / Fotos: SyDr, sica