Menschen begegnen, von Gott hören, Gemeinschaft erleben

Bei sommerlichen Temperaturen hatten sich am Sonntag, den 14. August 2016, mehr als 140 Gläubige aus den Gemeinden Falkenstein, Lengenfeld und Auerbach in der Neuapostolischen Kirche  in Auerbach zum Gottesdienst mit Bezirksevangelist Ralf Wilhelmi und einem anschließenden Brunch versammelt.

Grundlage für die Predigt im Gottesdienst war ein Bibelwort aus dem Lukasevangelium: „Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam.“ (Lukas 8,25)

Glaube und Bekenntnis

Bezugnehmend auf das vorgetragene Chorlied „Ich glaube fest“ (CB 332) sprach der Bezirksevangelist davon, dass unsere Tage oft mit Pflichten, Sorgen, Ungerechtigkeit und Unfrieden angefüllt sind. Innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sind ein rares Gut. Wie wichtig ist es in solchen Situationen den Glauben zu bewahren und ihn wahrnehmbar im Alltag einzusetzen.

Auch die Jünger hatten damals ihre Nöte und Ängste wie die biblische Begebenheit „Die Stillung des Sturms“ verdeutlicht. Inmitten der drohenden Gefahr schläft Jesus und bekommt von dem Geschehen um ihn herum nichts mit. Die verängstigten Jünger können das nicht verstehen. Aufgrund ihrer Berufserfahrung wissen sie um die Gefahr des Sturmes. Deshalb rütteln sie Jesus wach. Sie rufen um Hilfe. Denn trotz ihrer Panik wissen sie, wer sie aus dieser Lage befreien kann. Der Gottessohn beruhigt den Sturm, die See und ihre Angst. Danach hält er es für notwendig, die Jünger wegen ihrer Kleingläubigkeit zu rügen. Er erinnert sie daran, dass sie keine Angst zu haben brauchen. Er ist doch für sie da. Und Gott ist da – auch wenn‘s stürmt und tobt und donnert.

Wie oft erleben wir solche angstvollen Momente? Wie schnell fühlen wir uns kraftlos angesichts von Problemen? Denn „Stürme“ in unserem Leben sind vorprogrammiert und manche hören nicht gleich wieder auf. Da ist es doch gut zu wissen, dass wir nicht auf uns allein gestellt sind. Doch dieses Wissen müssen wir uns immer wieder in Erinnerung rufen indem wir uns auf die Grundlagen unseres Glaubens besinnen.

Woran glauben wir?

Wir glauben entsprechend des neuapostolischen Glaubensbekenntnisses:

  • an Gott, den Allmächtigen
  • an seinen Sohn,
  • an den Heiligen Geist,
  • an die Kirche Christi,
  • an das Apostolat und das geistliche Amt,
  • an die Sakramente Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl,
  • an die Wiederkunft Jesu.

Denn unser Glaube ist unsere Kraftquelle. Er gibt uns Sicherheit, Friede, Freude, Ausgeglichenheit und Hoffnung. Wenn wir erst einmal unser eigenes Seelenleben in Ordnung bringen, sind wir in der Lage mehr Verständnis für unseren Mitbruder, unsere Mitschwester aufzubringen und ihnen hilfreich zur Seite stehen.
Denn so wie wir mit unserem Nächsten umgehen und unseres Glaubens leben repräsentieren wir unsere Kirche, unsere Gemeinde(n). Lasst uns gegenseitig den Glauben stärken. Lasst uns den Blick weiten für die Belange des Nächsten. Gehen wir sensibel und kompromissbereit miteinander um. Das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen möge ausgewogen sein – im Sinne von Miteinander und Füreinander. Dann haben wir unsere „Wohlfühlgemeinde“.

Im Anschluss daran stellten sich die diesjährigen Schulanfänger vor: Lara und Leon aus der Gemeinde Falkenstein sowie Alexander und Lee Ann aus der Gemeinde Auerbach.

Am Ende des Gottesdienstes informierte Bezirksevangelist Wilhelmi die versammelte Gemeinde über den momentanen Stand hinsichtlich des geplanten Kirchenneubaus im Göltzschtal. Denn es ist vorgesehen, dass ab 2017 für die künftige Göltzschtal-Gemeinde – bestehend aus Geschwistern der Gemeinden Lengenfeld, Falkenstein und Auerbach in Auerbach ein neues „Zuhause“ entstehen soll.
Derzeit liegt der Förderkommission der Gebietskirchen ein entsprechender Antrag zur Genehmigung vor. Die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung Auerbach über den Erwerb des Baugrundstückes sind abgeschlossen. Nach einem positiven Bescheid von der Förderkommission der Geberkirchen und dem Kauf des Baugrundstücks kann dann Bezirksevangelist Wilhelmi als Architekt des Vorhabens den Kirchenneubau projektieren.
Während seiner Ausführungen betonte er, dass es bisher ein sehr gutes Zusammenarbeiten mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung Auerbach gewesen sei.

Gelegenheit, das Baugrundstück zu besichtigen, bestand für interessierte Glaubensgeschwister nach einer Leibesstärkung. Fleißige Hände hatten für das leibliche Wohl gesorgt und hielten Roster und Getränke bereit.

Das Beisammensein fand in einer freundschaftlichen Atmosphäre statt, denn fremd sind sich die Glaubensgeschwister aller drei Gemeinden nicht, da in der Vergangenheit bereits zahlreiche gemeinsame Aktivitäten durchgeführt wurden. Nun gilt es dieses Miteinander für die Zukunft weiter auf- und auszubauen. jeder soll und kann sich in diesem Kreis wohlfühlen.