Eine besondere „Klangrede“ im Auerbacher Gottesdienst

Musik ist aus unseren Gottesdiensten nicht mehr wegzudenken. Sie ist als Lob Gottes und als Antwort auf sein Handeln ein Auftrag, der schon in der Bibel niedergeschrieben worden ist.
Wie man diesen Auftrag gern erfüllt zeigten am Sonntag, dem 28. Mai 2017, sieben Musiker während des Gottesdienstes in Auerbach.

Tobias Fohlert (NAK Auerbach), Sebastian Weinhardt (NAK Oelsnitz/Erzgebirge), Eric Schlesinger (NAK Rothenkirchen), Michael Bauernsachs (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Oelsnitz/Erzgebirge), Christian Lau (Evangelisch-Lutherische Kirche in Oelsnitz/Erzgebirge), Kay Kretzschmar (NAK Zwickau) und Simon Bauernsachs (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Oelsnitz/Erzgebirge) demonstrierten eindrucksvoll, dass es nicht darum geht, individuelle Fähigkeiten in den Mittelpunkt  zu stellen. Vielmehr geht es darum, mit dem Können einen Dienst für andere und mit anderen gemeinsam zu tun.

Schon Martin Luther stellte zu seiner Zeit die Musik der Predigt gleich. Er war der festen Überzeugung, dass Gott das Evangelium auch durch die Musik verkündet. Denn sowohl Wort als auch Musik lassen Raum für individuelle spirituelle Erfahrungen, bestärken uns im Gemeinschaftsgefühl und zeigen auf, wo unsere Stärken bzw. Defizite sind.

Den Beweis hierfür traten die Musiker gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern an: Mit zeitgemäßen Bläser-Arrangements vermittelten die Blechbläser ihren Zuhörern eine Ahnung vom Unsagbaren und gaben dem Unaussprechlichen eine „Stimme“. Denn wie sagte einmal Victor Hugo? „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“

Der Posaunenchor besteht eigentlich insgesamt aus 8 Musikern: zwei erste Trompeten, zwei zweite Trompeten, eine Tenorposaune, ein Baritonhorn, eine Bassposaune und eine Tuba. Konfessionsübergreifend haben die Musiker anfangs in wechselnder Besetzung „kleine“ musikalische Einsätze in den Gottesdiensten in der Gemeinde Oelsnitz/Erzgebirge bestritten.
Ein besonderer Höhepunkt und daraus resultierend der Impuls zur weiteren musikalischen Zusammenarbeit war der Gottesdienst, den unser Stammapostel J.-L. Schneider im November 2015 in der Zwickauer Stadthalle hielt. Hier wirkten sie vor und nach dem Gottesdienst als Posaunenchor mit. In der Folgezeit gestalteten die Musiker Gottesdienste in den Kirchengemeinden in Zwickau, Zwickau-Planitz und Oelsnitz/Erzgebirge oder kamen bei Konzerten im Zwickauer Raum zum Einsatz.

Dass sie ein Publikumsmagnet sind, hat sich auch im vogtländischen Auerbach gezeigt: Zahlreiche Gottesdienstbesucher aus Nah und Fern wollten sich diesen besonderen Hörgenuss nicht entgehen lassen … und so wurde wieder einmal deutlich, dass Musik verbindet. Denn es entstand auch hier eine Gemeinschaft zwischen denen, die musizierten, und denen, die zuhörten.

Evangelist Volkmar Fohlert, der Vorsteher der Kirchengemeinde Auerbach, brachte es am Ende des Gottesdienstes auf den Punkt: “Die Bläser haben gedient mit ihren Gaben – unserem Gott zur Ehre und der Gemeinde zur Freude. Schön, dass es euch gibt.“