Lobgesang -
Apostel Wittich in Rockendorf

Lob und Dank standen in den Herzen der Gemeindemitglieder, denn endlich konnte der durch die Corona-Pandemie bedingte Ausfall des im Juni geplanten Apostelbesuchs nachgeholt werden. Zwei Seelen warteten auf das Sakrament der Heiligen Versiegelung und Bezirksevangelist i.R. Schräger mit seiner Frau auf den Segen zur Diamantenen Hochzeit.

Das Bibelwort für diesen Gottesdienst am Abend des 18. Oktober 2020 stand im 2. Mose 15, Vers 2:

"Der HERR ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen, er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben."

Nachdem ein Quartett das Lied aus dem Chorbuch "Gott ist mein Licht", vorgetragen hatte, erläuterte Apostel Ralph Wittich das "alte" Wort, worauf Gott seine Hand legt. Es handelt sich hier um das Schilfmeerlied. Die Israeliten waren ihren Verfolgern entflohen nachdem sie den Ägyptern Frondienst geleistet hatten. Daraufhin stimmten sie einen Lobgesang an. "Der Herr ist meine Stärke, mein Lobgesang, mein Heil …" Das Volk Israel war ausersehen, ins verheißene Land zu ziehen. Übertragen auf den Neuen Bund bedeutet das: Das Opfer Jesu ermöglicht, dass wir Gottes Kinder werden können, denen auch ein Land verheißen ist. Das ist die ewige Gemeinschaft mit Gott – das Ziel aller Christen.

Gott zu preisen zeigt sich heute zuerst im Besuch der Gottesdienste. Im gemeinsamen Lied bringen wir Gott Anbetung und Preis dar. Das ist Ausdruck der Dankbarkeit zu Gott. Dankbarkeit zeigt sich auch im opfern. Die Gebote zu halten und den Willen Gottes zu erfüllen ist Lobpreis. Die Gebote halten das Volk Gottes zusammen. Sie sollen nicht Furcht auslösen. Luther übersetzte Gebot mit Gesetz. Es sind aber Weisungen und Ratschläge.

Wir sollen Götzendienst wie Ahnenkult, Astrologie und Esoterik meiden. Hingegen sind wir als Christen aufgerufen, Gutes zu tun, Heil in Jesus dem Nächsten zu gönnen. Das Christsein sollte mit dem Tun übereinstimmen. So können wir alle ein neues Lied an einem neuen Tag singen.

Vor der Sündenvergebung wies der Apostel nochmals auf den Lobpreis hin, indem wir dem Nächsten vergeben – vergeben wie Gott vergibt.

Nach der Sakramentsspendung der Heiligen Versiegelung und der Feier des Heiligen Abendmahls spendete der Apostel den Segen zur Diamantenen Hochzeit. In seiner Ansprache, die unter dem Wort aus Psalm 115, 12 stand, würdigte der Apostel das Ehepaar als leuchtende Diamanten der Gemeinde. Gott hat manche Fläche des Diamanten geschliffen. Dadurch wurde er noch wertvoller. Auch habe das Jubelpaar dunkle Stunden und Zeiten erlebt, aber vergleichbar mit der Präsentation von Diamanten auf schwarzem Samt. Hier wird der Diamant erst richtig sichtbar und kommt in seiner ganzen Schönheit zur Geltung. Diamanten lassen das Licht "durchscheinen". So scheint die Liebe und Gnade Gottes auch durch das Diamantene Hochzeitspaar hindurch und lässt sie strahlen und ein Vorbild in der Gemeinde des Herrn sein.

Mit musikalischem Lobpreis und einer freudigen Stimmung im Herzen endete diese besondere Gottesdienststunde.