Es geht gut weiter -
Vorsteherwechsel im Vogtland

Nach Erreichen der Altersgrenze ist die Zeit gekommen, dass die Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche ihren wohlverdienten Ruhestand genießen können. So auch in der vogtländischen Gemeinde Reichenbach.  

Seit 2004 ist Ralph Lemke Gemeindevorsteher und bereits seit 1984 im priesterlichen Dienst in der Gemeinde Reichenbach tätig. In diesen vielen Jahren hat er ehrenamtlich der Gemeinde seelsorgerisch vorbildlich gedient. Apostel Ralph Wittich dankte ihm, da er sich auch in schwierigen Situationen immer bewährt hat. Der scheidende Vorsteher hat die Gemeinde geprägt, einen Stempel aufgedrückt. Gern erinnert sich der Apostel an die vielen erbauenden Begegnungen und betonte, dass die „Chemie“ immer gestimmt hat. Ralph Lemke diente der Gemeinde in verschiedenen Amtsstufen insgesamt 43 Jahre, davon 17 Jahre als Gemeindevorsteher. Er war mit seiner freundlichen Art immer den Gemeindemitgliedern zugewandt.

Mit dem instrumental vorgetragenen Lied: „So nimm denn meine Hände und führe mich“ wurde die Beauftragung des neuen Vorstehers, Priester Ronald Keilig, eingeleitet. In der Ansprache betonte der Apostel, dass er kein leichtes Erbe antritt, aber ein wohlbestelltes Feld für die Arbeit übernimmt. Der neue Gemeindevorsteher sollte sich keinen Druck als geistlicher und organisatorischer Leiter der Gemeinde machen. Für den Start in diese verantwortungsvolle Aufgabe sind gute Voraussetzungen gegeben, so betonte der Apostel:

  • du bringst gute Voraussetzungen mit,
  • du bist als Gemeindeleiter und Seelsorger erbeten,
  • du hast einen starken Glauben,
  • du kannst das Evangelium Jesu mutig verkündigen und
  • die Gemeinde wird dich annehmen.

In diesem Gottesdienst wurde ebenfalls der Diakon Volker Härttrich nach 20-jähriger Dienstzeit altershalber in den Ruhestand verabschiedet. Ihm bescheinigte der Apostel, dass er immer gewissenhaft, in freundlicher Art und ohne große Worte und Gesten seinen Dienst für die Gemeinde verrichtete. Solche Diakone sind sehr wertvoll.

In der Predigt dieses Gottesdienstes betonte der Apostel  vor diesen erwähnten Handlungen, dass der Glaube immer wieder eine Stärkung erfahren muss. Die Jünger Jesu baten ihren Herrn darum, denn auch ihr Glaube wurde angefochten und sie verstanden nicht alles, was geschah. Manchmal waren sie fast überfordert von den erlebten Ereignissen, wie bei dem Sturm auf dem See, bei der Kreuzigung Jesu oder auf dem Weg nach Emmaus. Immer, so betonte der Apostel, wenn es wieder still wurde, erkannten sie das Wirken des Herrn. Der Glauben basiert auf Vertrauen und einer starken Beziehung zum Herrn. Es hilft, auch heute, die Verbindung im Gebet zu pflegen, das Evangelium Jesu im Leben anzuwenden,die Sündenvergebung anzunehmen und in der Gemeinschaft aller Christen Ermutigung zu suchen.

Die musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes übernahm Gemeindeorganist Knut Lemke sowie Stephan Freund mit seinen Kindern (alle Streichinstrumente). Dank der technischen Möglichkeiten wurde der Gottesdienst live übertragen, so dass eine große virtuelle Gemeinde diesen bedeutsamen Gottesdienst für die Gemeinde Reichenbach miterleben konnte. Ein besonderer Dank gilt deshalb dem Technikerteam aus dem Kirchenbezirk Plauen, die in der Pandemiezeit jeden Sonntag  für eine hochwertige Live-Übertragung sorgen. Voraussetzung ist jedoch eine stabile Internetverbindung.