Tradition ökumenisch wiederbelebt

Es war vor der Corona-Pandemie schöne Tradition, dass kirchliche und andere Musikgruppen in den zwei großen der Greizer Pflegeheime nicht nur im Advent die Heimbewohner auf das bevorstehende Weihnachtsfest musikalisch einstimmten. Jetzt ist alles anders, aber auch sehr schön.  

Vor Jahren waren verschiedenste Chöre und Musikgruppen in der Adventszeit in den Greizer Seniorenheimen unterwegs, um musikalisch an die Advents- und Weihnachtstage zu erinnern. Nach Corona ist manches anders geworden. Der Chor der Greizer neuapostolischen Gemeinde war eingeladen. Aus verschiedenen Gründen kam der Gedanke auf, diesen Wunsch im ökumenischen Zusammenspiel zu erfüllen. Unkompliziert und voller Erwartung bildete sich kurzfristig ein Ensemble aus sechs verschiedenen christlichen Gemeinden. Die stimmgewaltige Verstärkung der NAK-Musiker vervollständigten Sänger und Sängerinnen sowie Flötenspieler aus den evangelischen Gemeinden in Greiz-Caselwitz und Greiz-Reinsdorf, sowie aus der apostolischen Gemeinde, der katholischen und der methodistischen Gemeinde. Nicht nur sie erlebten in diesem Projektchor beim gemeinsamen Üben und den beiden Auftritten im Anna-Seghers-Heim sowie dem Haus Kolin Freude und Begeisterung, sondern auch die zahlreichen Heimbewohner. Mit bekannten Weihnachtsliedern, auch zum Mitsingen geeignet, begeisterten sie die Zuhörer unter der musikalischen Leitung der Dirigenten Axel Dietsch (Neuapostolische Kirche) und Doreen Steudel (Evangelische Kirche in Caselwitz). Der Nachwuchstrompeter Emilio, Klavierspielerin Lydia und ein Flötenquartett ergänzten die Vorträge des Projektchores. Das kurzweilige Programm wurde so zu einem adventlichen Höhepunkt für die viel Beifall spendenden Heimbewohner. Das gemeinsame Projekt könnte nicht nur ein Versuch gewesen sein, so äußerten sich und fühlten es die Beteiligten. In der Vortragspause genossenen die Musiker bei Kaffee und Weihnachtsgebäck den gemeinsam gestalteten Nachmittag.