Licht ins Dunkel bringen ...

... diese Redewendung war Thema der Predigt am 10. Dezember 2023. Apostel Ralph Wittich besuchte an diesem Sonntagmorgen die Gemeinde.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Johannes 1,5 zugrunde: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

Licht passt hervorragend zur Adventszeit, so Apostel Wittich. Eine Kerze ist leise, macht keinen Krach. Sie spendet mildes, warmes Licht und verbreitet Ruhe. Das ist ein wohltuender Kontrast zum Lärm und der Schnelllebigkeit unserer Zeit.

Doch ist für manche der Advent auch eine dunkle Zeit, weil sie durch Lebensumstände in Trauer, Depression und Ängsten gefangen sind. Deswegen ist es wichtig sich jenen als Lichtbringer zuzuwenden. Im Dunklen lauern Unsicherheit, Angst, Gefahr, Trübsinn … Doch Licht verdrängt die Schwärze. Wir müssen nur den Raum für die Lichtquelle bereitstellen.

Jesus Christus kam als Lichtbringer auf die Erde. Mit seiner Einzigartigkeit und Perfektion überforderte er viele seiner Mitmenschen. Die Folge: Er wurde von ihnen abgelehnt und letztlich kreuzigten sie ihn. Doch sein Licht erstrahlte am Ostersonntag um so heller. Nehmen wir uns das zum Vorbild und geben wir nicht auf.

Was können wir tun?

Wenn wir unser Leben betrachten, da gibt es Momente der Freude und der Erbauung, aber auch (Um)Brüche, Zweifel, fehlerhafte Entscheidungen. Lassen wir uns nicht verunsichern, denn unsere Unperfektheit sagt nichts über unser Christsein aus.

  • Seien wir ehrlich mit uns und gestehen wir uns unsere Fehlerhaftigkeit ein.
  • Führen wir eine Standortbestimmung durch und wenden wir uns dem Licht Gottes zu.
  • Wir sind mit dem Heiligen Geist ausgerüstet. Dieser birgt in sich Gewissen, Erkenntnis und Nächstenliebe. Das (be)stärkt uns auf unserem Glaubens- und Lebensweg.
  • Tun wir Gutes, denn das tut gut. 

Auch wir sind in unserer Zeit Verkündiger des prophetischen Wortes, das zum einen das Evangelium verkündigt und zum anderen Ermahnung und Ermunterung ist.
Bringen wir mehr Licht in unsere Gemeinden! Rücken wir wieder mehr zusammen! Lasst uns Zeugen des Lichtes Gottes sein – nicht nur im Advent!


In diesem Gottesdienst wurde ein Diakon in seinem Amt für die Gemeinde bestätigt und das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. In seiner Ansprache zur Sakramentsspendung sagte Apostel Wittich, dass es scheinbar kompliziert klinge, wenn von Heiliger Wassertaufe, Heiliger Versiegelung und Heiligem Abendmahl die Rede ist. Auch wird die Kirche oft mit alten Strukturen und Traditionen in Verbindung gebracht. Das klingt so antiquiert und altmodisch. Doch Kirche ist Zeitgemäß. Das ist ein fortwährender Prozess, bei dem wir Mitgestalter sein können als Kinder Gottes.

Fazit

„Die Seele ist das Licht des Körpers; und die Weisheit (Gottes) das Licht der Seele.“ M. I. Latif