Schon vor Konzertbeginn zeigte sich, dass sich die Hoffnung auf ein voll besetztes Stadthaus erfüllen wird. Lange Schlangen an der Abendkasse, ein voll besetzter Parkplatz – rund 500 Zuhörerinnen und Zuhörer kamen, um das Abschlusskonzert zu erleben. Am Ende der fast zweistündigen Veranstaltung war die Begeisterung so groß, dass das Ensemble aus vielstimmigem Chor, das Orchester und die Band zu mehrere Zugaben herausgefordert wurde.
Das abwechslungsreiche Programm spannte den Bogen von gefühlvollen, ruhigen Stücken bis hin zu kraftvollen, mitreißenden Werken. Kurze Erklärungen zu den einzelnen Liedern gaben dem Publikum Einblick in die textlichen und musikalischen Botschaften. Im Wechsel zwischen Soli und Chorgesang, unterstützt von Orchester und Band, erklangen bekannte und weniger bekannte deutsch- und englischsprachige Titel.
Die Lieder forderten auf, den Moment zu nutzen (Carpe Diem) oder auch den Blick für die Mitmenschen zu schärfen (Go Down Moses). So wurde deutlich: Lobpreis und Anbetung können viele Formen annehmen. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das beim Lied Für den König. „Wir wissen noch nicht, wie lang dieses Lied wird, wie viele Wiederholungen des Refrains es geben wird – das ist ein Gefühl, keine Zeitfrage“, erklärte Thomas Hinzke, einer der drei Dirigenten. Mit dem eingeblendeten Refraintext sang das Publikum lautstark mit. Ein riesiger Chor entstand, der diese Atmosphäre des Lobpreises deutlich machte.
Unter dem Motto Philharmonic Worship machten die meist jugendlichen Mitglieder des Gospelprojektes ihr Anliegen deutlich – wie es Priester Philipp Seidel aus der Gemeinde Hermsdorf bereits in seinem Grußwort formulierte: Es ist ihr Projekt und zugleich eine Einladung an alle, in den Lobpreis und in Anbetung mit einzustimmen. Die Reaktionen im und nach dem Konzert zeigten: Dieser Gedanke war nicht nur in schöne Worte gekleidet.
Im Rahmen des Abends konnte zudem eine Spende von 1.200 Euro an Tearfund übergeben werden. Der Verein leistet Hilfe zur Selbsthilfe und bekämpft Hunger im Jemen. Mit den Spenden werden Ziegen, Hähne und Hühner angeschafft. Die hungernde Bevölkerung in einer der ärmsten Länder der Welt kann so ihre Ernährung verbessern und durch den Verkauf tierischer Produkte ein eigenes Einkommen erzielen.
Die weiteren Dirigenten Uwe Sammler und Markus Weyh bedankten sich bei den Mitwirkenden auf der Bühne, aber auch bei den vielen Helfern im Hintergrund. Techniker, Organisatoren, Betreuer für Kinder der Mitwirkenden, Verpflegungsteam usw. Sie alle helfen mit, dass das Gospelprojekt funktionieren kann.
Neuapostolische Kirche